Merkblatt

 

über den Unterrichtsausfall bei extremen Witterungsverhältnissen

im Landkreis Oldenburg

Stand: 06.01.2011       

 

 

Eltern, die eine unzumutbare Gefährdung auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, können ihre Kinder auch dann für einen Tag zu Hause behalten oder sie vorzeitig vom Unterricht abholen, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet ist!

 

 

1. Unterrichtsausfall vor Unterrichtsbeginn

 

 

1.1 Die Anordnung über Unterrichtsausfall vor Unterrichtsbeginn wird ausschließlich über die

Rundfunksender im Rahmen der Verkehrsdurchsagen gemeldet, üblicherweise ab 6.00 Uhr

morgens. Es wird empfohlen, die Verkehrsdurchsagen der Rundfunksender zu verfolgen, die vor oder nach dem Nachrichtenblock gesendet werden. Außerdem kann die kostenlose Servicenummer des Landkreises Oldenburg 0800-2779300 angerufen werden.

Auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg erscheint außerdem ein Hinweis auf den angeordneten Schulausfall; dieser ersetzt jedoch nicht die Rundfunkdurchsage.

 

 

1.2 Unterrichtsausfall für den Landkreis Oldenburg kann wie folgt angeordnet werden:

 

"Im Landkreis Oldenburg fällt der Unterricht aus ....."

 

entweder: "..... für alle Schüler."

 

oder: "..... für alle Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen."

 

oder: "..... für alle Schüler bis Klasse 10."

 

 

1.3  Busunternehmen, Polizei, Straßenbauverwaltung, Städte, Gemeinden und Samtgemeinden

sind aufgefordert, extreme Witterungsverhältnisse 4.45 Uhr der Rettungsleitstelle des

Landkreises Oldenburg zu melden.

 

 

2. Unterrichtsausfall während des Unterrichtes

 

2.1  Ist zu erwarten, dass während der Unterrichtszeit extreme Witterungsverhältnisse auftreten,

die eine schwerwiegende Gefährdung der Schülerinnen und Schüler auf dem Heimweg erwarten

lassen, entscheidet die Schulleitung über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichtes.

 

 

2.2 Voraussetzung für die Anordnung von Unterrichtsausfall ist, dass die Schülerbeförderung

gewährleistet ist. Alle betroffenen Beförderungsunternehmen müssen rechtzeitig informiert

werden.

 

 

2.3 Soweit die Schülerbeförderung nicht im Linienverkehr (ÖPNV) stattfindet, sind über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichtes rechtzeitig Absprachen mit dem Landkreis Oldenburg

als Träger der Schülerbeförderung zu treffen.

 

2.4  Es ist sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler bis zum Verlassen der Schule beaufsichtigt werden.

 

 

2.5 Schülerinnen und Schüler des Primarbereiches dürfen nur dann vorzeitig, d. h. abweichend

von ihrem Stundenplan, nach Hause entlassen werden, wenn sie von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt werden oder die Erziehungsberechtigten sich im Einzelfall (z. B. telefonisch) mit der Entlassung einverstanden erklärt haben.

 

2.6 Die Anmerkungen zu Nr. 2.2 bis 2.4 gelten auch für den Fall, dass für eine Schule „hitzefrei“

angeordnet wird.

 

 

3. Allgemeines

 

3.1 Die Anordnung des Unterrichtsausfalls an einer berufsbildenden Schule berührt nicht die Verpflichtungen Auszubildender aus ihrem Ausbildungsverhältnis.

 

 

3.2 Bei extremen Witterungsverhältnissen sollten Schülerinnen und Schüler keinesfalls länger als

20 Minuten über die fahrplanmäßige Abfahrt des Busses hinaus an der Bushaltestelle warten.

Sie sind danach für diesen Schultag entschuldigt.

 

 

3.3 Die Busunternehmen und Busfahrer tragen bei extremen Witterungsverhältnissen eine große

Verantwortung für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Letztlich müssen die Unternehmer bzw. die Fahrer für ihren Bereich entscheiden, ob sie die Fahrzeuge noch einsetzen können oder nicht. Insbesondere die Fahrer sind ausdrücklich aufgefordert, evtl. sogar eine begonnene Fahrt wieder abzubrechen und bereits aufgenommene Schüler wieder zurückzubringen, wenn sie feststellen, dass die Sicherheit der Schülerbeförderung nicht mehr zu gewährleisten ist. Der Landkreis Oldenburg ist zu unterrichten.

 

 

3.4 Ist Unterrichtsausfall angeordnet worden, muss gewährleistet sein, dass Aufsichtspflichten

gegenüber den Schülerinnen und Schülern, die trotz des Unterrichtsausfalls zur Schule gekommen sind, erfüllt werden. Die Schulen haben entsprechende Vorsorge zu treffen und die Aufsicht sicherzustellen.

 

 

Alle Betroffenen werden dringend gebeten, bei extremen Witterungsverhältnissen

auf keinen Fall – insbesondere nicht vor Unterrichtsbeginn – unnötig die Telefonanschlüsse der mit der Entscheidung über Unterrichtsausfälle befassten Stellen zu blockieren. Meldungen über Unterrichtsausfälle ergehen über den Rundfunk und als aktuelle Meldung auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg unter http://www.oldenburg-kreis.de sowie unter der Servicenummer des Landkreises Oldenburg 0800-2779300.

 

 

Dieses Merkblatt steht auch auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg als Download zur Verfügung. Dort sind auch die häufigsten Fragen zu diesem Thema beantwortet.

www.oldenburg-kreis.de (unter Bildung & Kultur, Amt für Schulen und Hochbau, Schülerbeförderung)