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Ehrenamtliche Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege

Foto Max Hunger
Naturschutzbeauftragter:

Der Kreistag des Landkreises Oldenburg hat für die Dauer von 5 Jahren für seinen Zuständigkeitsbereich einen Naturschutzbeauftragten berufen. Dieser Naturschutzbeauftragte berät und unterstützt die Naturschutzbehörde in allen Angelegenheiten des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Er fördert das allgemeine Verständnis für diese Aufgaben und ist dabei nicht an fachliche Weisungen der Verwaltung gebunden.

 


Aktivitäten:

  • Storchendorf Großenkneten?

    Antje Reimann (BSH, Großenkneten) und Max Hunger (Kreisnaturschutzbeauftragter) hörten vor einigen Wochen, dass am Kuhberg in Großenkneten ein Storch gesichtet wurde, der versuche, auf dem Funkmast der Deutschen Bahn einige Äste abzulegen. Auf dem designierten Nistplatz blieben die Äste jedoch nicht hängen, das Gestänge reichte aber zum Verweilen. Sehr zum Leidwesen der Bahnmitarbeiter, die direkt unter dem Mast ihre Autos parkten, die jetzt täglich mit weißen Flecken überzogen wurden.

    Dass Meister Adebar geholfen werden müsse, war schnell klar. Und so wurde im Internet nach dem Bauplan von Storchennestern recherchiert und ein Termin in der Storchenpflegestation in Berne gemacht.

    Die Baugenehmigung und damit grünes Licht erteilte das Amt für Naturschutz und Landschaftspflege in Wildeshausen. Landwirt Eckard Wendt willigte ein, den Mast auf seinem Grund und Boden in unmittelbarer Nähe des DB-Funkmastes zu errichten und stellte darüber hinaus noch seinen Teleskoplader für Transport und Aufrichten zur Verfügung. Auch die Kirche gab ihren Segen, denn das benachbarte Stück Land gehört der Kirchengemeinde und ist verpachtet.

    Binnen kürzester Zeit rekrutierte Hunger, der auch Hegeringleiter in Großenkneten ist, viele Helfer aus dem Kreis der Jägerschaft: Henning Rowold schweißte ein Wagenrad, das von Robert Kuhlmann gestiftet und hergerichtet wurde, auf einen ausgedienten Elektromast. Bauunternehmer Detlef Menkens buddelte mit seinem Kleinbagger ein Loch, in das der Mast einbetoniert wurde. Auch an einen Kletterschutz ist gedacht: Jäger Heinrich Runge stellte die USB-Platten kostenlos zur Verfügung und montierte sie an dem Mast.

    „Das Brutgeschäft ist zwar für dieses Jahr abgeschlossen. Der Storch wurde aber mehrfach in den letzten Wochen noch im Bereich Döhlen gesichtet. Kann gut sein, dass er im nächsten Jahr bei seinen Sondierungsflügen in Großenkneten vorbeischaut und die Nisthilfe annimmt. Sollte er das nicht machen, steht die Nisthilfe anderen Vögeln (z.B. Sperlingen, die im Randbereich in den Ästen ihr Nest bauen, oder Greifvögeln) als Nistplatz oder Aussichtswarte zur Verfügung“, freut sich Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger auf die “Besetzung“ des Nestes im nächsten Jahr.
    Foto Storchenest in Großenkneten - Gruppenfoto

    Fotos: Max Hunger; NWZ-Ausgabe vom 28.8.17/Verena Sieling


     

  • Interessante Exkursion mit dem Kreisnaturschutzbeauftragten

    Im Rahmen der Aktionsreihe „25 Jahre Naturschutzstiftung – 25 Aktionen“ hat Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger am 12.05.2017 eine vogelkundliche Wanderung um die Ahlhorner Fischteiche angeboten. Er wurde bei der Führung tatkräftig unterstützt von den Vogelfreunden Sven Wennekamp, Torsten Iverssen und Dieter Kammann.Foto von der Feldrundfahrt zum NSG Sager Meer

    Für die rund 20 Teilnehmer gab es einige interessante Beobachtungen zu machen: Eine Kohlmeise, die ihr Nest hinter einer Dunstabzugsklappe hatte, flog durch das fehlende obere Klappenteil hinein, fütterte die Jungen und flutschte kurze Zeit später durch die untere Klappe wieder hinaus. Ein Kleiber flog emsig zu seinem Nistkasten, dessen Einflugloch er bis auf einen schmalen Spalt zugemauert hatte und fütterte sein Weibchen. Rauchschwalben und ein Mauersegler stiegen in den Himmel auf um Insekten zu jagen. Ein Kuckucksmännchen markierte mit lauten Rufen sein Territorium. Er muss noch zwei Wochen auf sein Weibchen warten, das erst Anfang Juni aus dem Winterquartier zurückkehrt. Im Unterholz flötete eine Mönchsgrasmücke, auf offenem Geländer ihre Verwandte: die Dorngrasmücke, die ihre Strophe mit gequetschten Tönen beginnt.

    In den Nadelholzwipfeln sangen in den höchsten Tönen die kleinsten heimischen Vögel: Winter- und Sommergoldhähnchen. Ein Trauerschnäpper verteidigte mit vehementem „Ritsche, ratsche“ seinen Anspruch auf mehrere Nistkästen. Kurzzeitig ließ sich auch der schillernste Vogel unserer Region blicken: Ein Eisvogel flog mit Beute im Schnabel zu seinen Jungen. Dann zeigte noch der Baumpieper sein Können: Im Steigflug ähnlich dem der Feldlerche, mit lautem „Zia,zia“ segelte er mit angelegten Flügeln und Beinen zu seiner Warte zurück. Zum Schluss konnten noch mehrere Gänsefamilien beobachtet werden: Kanada- und Graugänse führten ihre Gössel auf einer nahen Wiese zum gedeckten Tisch.

    Ein Abschlussgrillen nach der 2 1/2 stündigen Wanderung rundete den gelungenen Abend ab.

    Insgesamt wurden 41 verschiedene Arten gezählt! „Die geringe Zahl an brütenden Wasservögeln (Schell-, Stock-, Reiherente) ist wohl auf mangelndes Nahrungsangebot zurückzuführen, dass wieder mit der schlechten Wasserqualität zu erklären ist. Als Verursacher kommt für mich nur der Oberlauf der Lethe infrage, der außerhalb des Naturschutzgebietes liegt und zum Landkreis Cloppenburg gehört“ legt der Kreisnaturschutzbeauftragte den Finger in die Wunde.
     


 
 

 

Archiv:

  • Feldrundfahrt zum NSG Sager Meer

    Mit 80 Teilnehmern vom Ortslandvolkverband Sage, Haast und Bissel ging es am Mittwoch, den 15. Juni zum NSG "Kleiner Sand, Sager Meere und Heumoor", wo als Gast Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger einiges Wissenswerte zu Flora und Fauna erklärte: "Dieses NSG ist seit 1939 unter Schutz gestellt, damit eines der ältestenFoto von der Feldrundfahrt zum NSG Sager Meer Naturschutzgebiete im Oldenburger Land. Es umfasst eine Fläche von ca. 200 ha und wird seit 1951 durch den "Mellumrat" betreut, der im Übrigen seine Genehmigung für diese Exkursion erteilt habe.  Zu 80% werden die Seen aus Grundwasser gespeist, natürliche Zuflüsse gebe es nicht. Die "Erdfallseen" sind die tiefsten in Norddeutschland, beherbergen aber noch einige Fischarten, wobei die Weißfische keinen genetischen Austausch mehr haben und als Konsequenz die Folgegenerationen immer kleiner und früher geschlechtsreif werden ("Verbuttung"). Der ohnehin starke Nährstoffeintrag wird durch rastende Vögel wie z.B. Kanada-und Graugänse, die hier in größeren Gruppen die Nacht verbringen, durch deren Exkremente noch weiter erhöht. Wünschenswert wäre hier ein regelmäßiges Monitoring, um die Veränderungen im Blick zu haben. Dafür sollten die zuständigen Behörden Geld zur Verfügung stellen!"
     
     
  • Vogelwanderung im Skulpturengarten von Franz Czieslik am 22.05.2016

    Foto Vogelwanderung NABU Groß IppenerDie NABU Ortsgruppe Harpstedt hatte am letzten Sonntag zu einer Vogelwanderung im Skulpturengarten von Franz Czieslik nach Groß Ippener eingeladen. Dort lauschten 17 Vogelfreunde nicht nur den Gesängen der heimischen Vögel, sondern auch den Erklärungen von Max Hunger, Kreisnaturschutzbeauftragter, der die Leitung der zweistündigen Veranstaltung übernommen hatte. Zunächst erklärte Hunger der im Schatten sitzenden Zuhörergruppe viel Wissenswertes zu Nestbau, Fortpflanzung und Anatomie der verschiedenen Vogelarten. Wie auf Bestellung kletterte ein Buntspechtweibchen spiralförmig in einer nahegelegenen Fichte den Stamm hinauf, ein Kleiber Minuten später den Baum kopfüber hinunter. Eine Kohlmeise fütterte ohne Scheu unablässig ihren Nachwuchs, der in 2 m Höhe in einem Nistkasten auf seine Eltern wartete. Ein umher streunender Kater sorgte für Alarmrufe bei Zaunkönig, Mönchsgrasmücke und Buchfink. Am angrenzenden Dünsener Bach wurde eine Gebirgsstelze gesehen, eine Singdrossel benutzte die Skulpturen von Franz Czieslik als Ansitzwarte für ihren typischen Gesang, viele Strophen, immer gern wiederholend. Über einer Getreidefläche zwitscherten Mehl- und Rauchschwalben im Verband, ein Rotmilan flüchtete hastig in den nahen Wald, in dem Ringel- und Türkentauben um die Wette "guruhten". Ein "Geldzähler" mit seinem Zilzalp-Gesang erinnerte an das Ende der Veranstaltung.
     
  • Exkursion an den Ahlhorner Fischteichen am 04.05.2016

    Gut 20 Vogelfreunde trafen sich gestern an den Ahlhorner Fischteichen, um an einer zweistündigen Wanderung unter dem MottoFoto Teilnehmergruppe Exkursion Ahlhorner Fischteiche "Zum Kuckuck mit den Vögeln" teilzunehmen. Einen besseren Einstieg konnte sich der Leiter der Veranstaltung, Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger nicht wünschen, denn der erste Vogel, der seinen Gesang ertönen ließ, war wie bestellt der Kuckuck. Solange die Weibchen noch im Winterquartier weilen (sie kommen erst Ende Mai zurück), markieren ihre männlichen Artgenossen das Revier mit dem typischen Gesang, den jedes Kind kennt.
    Am Himmel zwitscherten einige Rauchschwalben ihr Lied, ein Mäusebussard quiente in der Ferne. Bei dem Rundgang waren an den Teichwirtschaftsgebäuden Bachstelzen, Trauerschnäpper, Buchfinken, Stare und Ringeltauben zu sehen, im Unterholz schmetterte der Zaunkönig sein Lied, die Mönchsgrasmücke flötete nach Kräften. An den Aufzuchtteichen lauerten Graureiher auf Nahrung, ein Fischadler flüchtete mit Beute. In einem nahegelegenen Waldstück wurden hohe Töne von Goldhähnchen und Baumläufer erkannt, die Laubsänger Fitis und Zilpzalp gaben eine Kostprobe ihres Gesanges ab.
    Auf einem flachen See suchten Höckerschwäne, die wohl auch in diesem Jahr nicht brüten, nach Nahrung, mehrere Graugänse führten ihre Gössel  spazieren. Reiherentenpaare schwammen ziellos umher, sie beginnen erst im Juni mit dem Brutgeschäft.  Drei Schellenten erhoben sich steil aus dem Wasser mit einem klingenden, pfeifenden Fluggeräusch, das ihnen den Namen gegeben hat. Als Höhlenbrüter hat diese Tauchentenart große Schwierigkeiten, geeignete Nistmöglichkeiten zu finden.
    Am Ende der Exkursion schlugen 33 verschiedene Vogelarten zu Buche, wobei Hunger sich des Eindruckes nicht erwehren konnte, dass die Zahl der Wasservögel doch in den letzten Jahre, rein subjektiv betrachtet, wohl deutlich zurückgegangen scheint. Die Wasserqualität, die für die Nahrungsvielfalt verantwortlich ist, spielt hierbei die entscheidende Rolle.
     
  • Vogelkundliche Wanderung am 8. Mai 2015 in AhlhornFoto Vogelkundliche Wanderung Ahlhorner Fischteiche

    Bei gutem Wetter hatten sich Vogelfreunde aus Oldenburg, Dötlingen, Wildeshausen und der Gemeinde Großenkneten zum abendlichen Vogelkonzert an den Ahlhorner Fischteichen eingefunden. Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger konnte gleich zu Beginn der Wanderung einen Fischadler identifizieren und berichtete von einem zweiten, möglicherweise ein Brutpaar, dass eines der beiden künstlichen Horste besetzen wird. Bis auf 5 Krickenten, einigen Reiher- und Stockenten, sowie 4 Graugans- paare, die ihre wenigen Gössel spazieren führten und ein paar Blässrallen waren wenig Wasservögel auf den Teichen zu sehen.
    Die Laubsänger Fitis und Zilpzalp, der Zaunkönig, Rotkehlchen, Schwarz- und Singdrossel, Kleiber und Kohlmeise, Bach- und Gebirgsstelze, Buchfink, Mönchs- und Dorngrasmücke  ließen sich im Laufe des Abends blicken bzw. gaben eine Kostprobe ihres typischen Gesangs. "Das nur 24 verschiedene Vogelarten zu hören waren, ist wohl dem laufenden Brutgeschäft geschuldet, Junge wollen permanent gefüttert werden" hofft Hunger auf eine stärkere Beteiligung im nächsten Jahr.
     
  • 7 Waldohreulen fühlen sich in Großenkneten derzeit wohl!
  • Kreisnaturschutzbeauftragter beim Schöpfungsgottesdienst in der Blockhauskirche an den Ahlhorner Fischteichen

    Völlig neue Wege beschritt der Kreisnaturschutzbeauftragte am vergangenen Sonntag (12.10.). Er wurde von der Pastorin der ev. Kirche in Großenkneten, Frau Geerken-Thomas, eingeladen im Rahmen des Schöpfungsgottesdienstes, der in der Blockhauskirche an den Ahlhorner Fischteichen stattfand, ein paar Takte über heimische Vögel zu erzählen. So wurden Wintergöldhähnchen, Zaunkönig, Kleiber, Pirol, Kuckuck und einige Wasservogelarten vorgestellt. Auch der Fischadler wurde bereits in Ahlhorn gesichtet und stellte die Überleitung zu den Fischen her, die die Leiterin des niedersächsischen Forstamtes in Ahlhorn, Regina Dörrie, anschaulich vorstellte.
    Der Gottesdienst war so gut besucht, dass sogar einige Gäste keinen Sitzplatz fanden. Im Anschluss konnte im Blockhaus noch eine Tasse Kaffee getrunken werden.
     
  • Vortrag über die "Tiere des Waldes" im AWO-Heim AhlhornFoto Max Hunger Vortrag AWO Ahlhorn

    Einen gut einstündigen Vortrag über "Tiere des Waldes" hielt Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger am Dienstag, den 26. August im AWO-Heim in Ahlhorn. "Waldtiere zum Anfassen" hieß es in der Ankündigung zu diesem Vortrag. So brachte der Referent nicht nur Bilder der Tiere mit und erzählte viel Wissenswertes zu den einzelnen Arten, er hatte auch Präparate von Fuchs, Dachs und Co. aus dem Infomobil der Jägerschaft mitgebracht. Für viele der Zuhörer war es die erste hautnahe Begegnung mit den z.T. nachtaktiven Waldbewohnern. "Sie dürfen jederzeit gerne wiederkommen" war die spontane Reaktion mehrerer Heimbewohner!
     
  • Hirschkäfer stark gefährdet?Foto Hirschkäfer © Max Hunger
    Das NLWKN bittet die Bevölkerung um Mithilfe!


    Wie die Pressesprecherin des NLWKN Herma Heyken gegenüber der NWZ (Artikel auf NWZonline: http://www.nwzonline.de/interview/fuer-grosskaefer-immer-weniger-lebensraeume-vorhanden_a_16,0,756420619.html) berichtet, scheint die Population stark gefährdet. Da die Tiere ziemlich unauffällig leben, ist über Verbreitung und Bestand bisher wenig bekannt. Um den Käfer besser zu schützen,soll eine Karte erstellt werden, die sein Verbreitungsgebiet zeigt. Dazu ist es wichtig, dass jede Beobachtung gemeldet wird (mit beigefügtem Meldebogen). Hier sind besonders Gartenbesitzer, Spaziergänger, Forstbedienstete und Jäger aufgerufen. Der Beobachtunsbogen kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Hirschkäfer stehen im Flyer des NLWKN.
     

     
  • "Käuze" am Webskamp in Großenkneten

    Auf der Vatertagstour wurde dem Kreisnaturschutzbeauftragten von "Käuzen" berichtet, die in einem kleinen Waldstück am Webskamp in Großenkneten zu bestaunen wären. Die sollte er sich dann auch mal ansehen. Käuze sind eigentlich nicht typisch in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden, weiß Hobbyornithologe Max Hunger aus langjähriger Erfahrung. Da in der Beschreibung auch noch Federbüschel über den Augen auftauchten, war Hunger klar, dass es sich hierbei um Waldohreulen handelt, deren Jungen jetzt (ca. 14 Tage) in alten Kiefern sitzen Ästlingszeit und den Tag verschlafen. Bei einem Ortstermin zählte er insgesamt fünf Jungtiere, die auf die Dämmerung warteten, um dann von den Altvögeln mit Mäusen gefüttert zu werden. Ein Altvogel beobachtet gerade sehr genau das Treiben im Unterholz, wo Fotograf Kurt Peters beigefügten Schnappschuss machen konnte. Der zweite Altvogel wurde ein Stück weiter von 2 Eichelhähern attackiert, die sich durch seine Anwesenheit bedroht fühlten.
    (http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/in-alten-kiefern-den-tag-verschlafen_a_15,0,599194165.html)
     
  • Bericht von der Bereisung der LandschaftswachtFoto Georg Schinnerer

    Zum Hof Wendbütel ging die Bereisung der Landschaftswacht am  Dienstag,den 20. Mai, um die Biogasanlage und das NSG "Wunderburger Moor" zu besichtigen.
    Von den Schwierigkeiten im NSG berichtete Georg Schinnerer (s. Bild) den Teilnehmern: Aufforstung in schmalen Streifen um eine ehemalige Ackerfläche, Umwandlung einer 4ha-Ackerfläche in Grünland, spez. Saatmischung um Verpachtung zu gewährleisten, Entkusselung von Heideflächen usw.
    Dr. Wulf Carius, Landschaftsbeauftragter Harpstedt-Nord, erläuterte anschließend auf dem Hof Wendbütel das Prinzip der dortigen Biogasanlage, die ausschließlich mit Schnittgut von Naturschutzflächen (ca. 140 ha) gespeist werde. Eine große logistische Herausforderung sei das Mähen und der Abtransport des Mähgutes, dass auf über 100 Einzelflächen über den Landkreis verteilt sei.
     
  • Rasenfreunde aufgepasst!

    Am gestrigen Sonntag wurden die ersten Exemplare bereits gesichtet: Zwei Zentimeter lang, braune Flügeldecken, grüne Brust und nach der Landung auf dem Rasen, immer auf dem Weg halmabwärts. Dort angekommen legt der Gartenlaubkäfer (lat. Phylloperta horticola) seine Eier in die Erde und verschwindet genauso schnell wie er gekommen ist. Nur wenige werden von Staren, die zu dieser Zeit in Begleitung ihrer hungrigen Jungen sind, geschnappt und verfüttert. Aus den Käfereiern schlüpfen Larven, die das Wurzelwerk der Graspflanzen vertilgen. Folge: Die Pflanzen sterben und es entstehen mehrere Quadratmeter große grasfreie Zonen. Sehr ärgerlich für Gartenbesitzer und Sportplatzbetreiber!. Zum Winter hin verkrümeln sich die Larven ein Stück tiefer im Boden und werden erst im nächsten Frühjahr aktiv. Ihre Metamorphose dauert einige Jahre.
    Bisherige Versuche sie mit Gift zu bekämpfen waren völlig zwecklos. Auch der Versuch, sie mit viel Wasser zu ertränken ist nicht gerade ökologisch sinnvoll. Effektiver scheint das Ausbringen von Nematoden zu sein, die als Endoparasiten über Wasser ausgebracht, sich in die Gartenlaubkäferlarven fressen und sie von innen zersetzen. Aber was geschieht dann mit den Nematoden? Eine bessere Idee im Gartenbereich wäre das Abdecken der Rasenfläche, wozu sich ein einfaches Vlies eignet. Bei Sportplätzen wäre auch ein Abdecken mit Folie denkbar, allerdings müssten die Bahnen ziemlich groß sein. Hier stellt sich die Frage der Praktikabilität.
    Nach drei Tagen könnte die Abdeckung entfernt werden, dann ist der Spuk vorbei, die Gartenlaubkäfer nicht mehr zu sehen.
     

  • Bericht von der vogelkundlichen Wanderung in Dötlingen am 11. Mai 2014
     
  • Vogelkundliche Wanderung an den Ahlhorner FischteichenFoto vogelkundliche Wanderung an den Ahlhorner Fischteichen
     
    Das kühle Wetter konnte wahre Vogelfreunde nicht schrecken. Und so kamen sie ganz aus Twistringen und Wildeshausen und natürlich aus den nahe gelegenen Orten der Gemeinde Großenkneten am Freitag Abend angereist, um ihre "Lieblinge" an den Ahlhorner Fischteichen zu hören: Einige der gefiederten Freunde ließen sich nur kurz blicken (Schellente, Gebirgsstelze oder Eisvogel), andere  schienen die Gruppe zu begleiten: Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke oder die Laubsänger Zilpzalp und Fitis. Gegen Ende der Exkursion war dann noch ein Kuckuck zu hören, der sein Revier mit Gesang markiert, und sehnsüchtig auf sein Weibchen wartet, dass aber erst in ca. 3 Wochen zurückkehrt. Da in diesem Jahr die Singvögel aufgrund der milden Witterung schon sehr früh mit dem Brutgeschäft begonnen haben, ist es fraglich, ob im Juni noch Wirtsvögel gefunden werden, die die zweite Brut gerade erst begonnen haben. Denn nur dann kann das Kuckucksweibchen ihnen ein Ei unterjubeln. Sollte es nicht gelingen, so könnte der Bestand an Kuckucken in Deutschland (geschätzt derzeit 100000) schon 2015 zurück gehen. Insgesamt zählte der Leiter der Exkursion, Kreisnaturschutzbeauftragter Max Hunger, 37 verschiedene Vogelarten, deren weiterer Verbleib in dem FFH-Gebiet aber solange gefährdet bleibt wie Wassermenge und -qualität nicht gesichert sind.
     
  • Wanderung zu den Steinkäuzen am NSG "Sager Meer"

    Am letzten Sonntag Abend, während die Nation einen nuschelnden Kommissar und viele Tote ertragen musste, waren "dunkle Gestalten" am Sager Meer (Gem. Großenkneten) unterwegs, um Steinkäuze zu beobachten. Dr. Klaus Taux hatte kurzfristig per mail zu dieser Führung eingeladen, die meisten der Teilnehmer waren Natur- und Vogelfreunde, die selber in den letzten Jahren eine Reihe von Steinkauzröhren gebaut und aufgehängt hatten. Sie brauchten gar nicht lange zu warten und das erste Männchen wurde neugierig, zu sehen war es allerdings nicht, obwohl der Mond sehr hell schien. Dafür ließ er aber seinen Ruf mehrfach ("kwiu") ertönen. Ein paar hundert Meter weiter wurde auch das zweite Männchen auf die Gruppe aufmerksam und zeigte durch lautes Rufen seine Anwesenheit. Ein wunderschöner Abend, den man nicht so schnell vergisst. Bericht und Bild (unter Leute von heute) in der örtlichen Presse hat der Kreisnaturschutzbeauftragte Max Hunger angefertgt. Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg.

Weitere Führungen im Landkreis Oldenburg unter:

Zuständiges Amt

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Stolle
Telefon: 04431-85 457
Kontakt über E-Mail

Naturschutzbeauftragter

Max Hunger

Blanker Schlatt 8
Sage-Haast
26197 Großenkneten

Tel. 04435-5961
Kontakt über E-Mail